Gemeinde-
und Bezirkssuche

Auf das Wort Gottes vertrauen

11.10.2020

Vieles ist anders in diesem Jahr. Corona-bedingte, teilweise kurzfristige Programmänderungen sind dann und wann notwendig. Dass dies auch ein Glücksfall für eine Gemeinde sein kann, zeigte sich am Sonntag, 11. Oktober 2020, in Montreux, als Stammapostel Jean-Luc Schneider in Begleitung von Bischof René Engelmann und Bezirksvorsteher Johny Simon den Glaubensgeschwistern diente.
 
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An diesem Sonntagmorgen wäre er eigentlich in Brasilien gewesen und hätte dort den Glaubensgeschwistern gedient, erklärte der Stammapostel zu Beginn des Gottesdienstes. Die Zu- und Umstände hätten dies verunmöglicht, dafür könne er nun in Montreux den Gottesdienst erleben.

Als Grundlage seiner Predigt verwendete er das Bibelwort aus Galater 3,8.9: „Die Schrift aber hat zuvor gesehen, dass Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum hat sie Abraham zuvor verkündigt: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden. So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham.“

Paulus hatte den Galatern erklärt, dass Nichtjuden sich nicht dem Gesetz Moses unterwerfen müssten, um errettet zu werden. Nur der Glaube an Jesus Christus sei wichtig. Um bei Gott Gnade zu finden, muss man dem Beispiel Abrahams folgen, der volles Vertrauen in dessen Wort hatte.

In seiner Predigt ging Stammapostel Schneider auf die Geschichte Abrahams ein, der mit seinem Vater Ur verliess und sich in Haran niederliess. Dort befahl ihm Gott, seine Familie zu verlassen und in ein unbekanntes Land zu ziehen, in welchem er ihn segnen werde. Abraham vertraute dem Wort Gottes und folgte seinen Anweisungen. Doch der Segen wurde nicht sofort sichtbar. Denn als Abraham in Kanaan eintraf, musste er zunächst eine Hungersnot erleben. Und sein Gehorsam Gott gegenüber machte ihn bis zu seinem Lebensende zu einem Fremden.  

Gott versprach denen, die dem Weg Jesu Christi folgen, ewige Glückseligkeit in seinem Reich. Der Stammapostel sagte dazu: „Wir wissen nichts über dieses Reich und haben nicht einmal einen konkreten Beweis für dessen Existenz. Könnte Gott das Böse nicht von dieser Erde beseitigen? Warum müssen wir sie verlassen, um Glückseligkeit zu erleben? Wir wissen es nicht. Wir sind zufrieden mit dem Wort, das Gott an uns gerichtet hat, vertrauen voll und ganz darauf und folgen dem Weg Christi. Die Treue zum Evangelium macht uns zu "Fremden" in einer Welt, die vom Bösen beherrscht wird. Manchmal macht es sogar unseren Alltag etwas schwieriger. Aber wir vertrauen weiterhin auf das Wort Gottes – er hält, was er verspricht.“

Gott versprach Abraham einen Sohn, der Ursprung eines grossen Volkes sein werde. Aber seine Frau Sara blieb viele Jahre unfruchtbar. Sara und er forderten ihre Dienerin Hagar auf, ihnen einen Sohn zu schenken. Gott hiess dieses Vorgehen nicht gut und stellte klar, dass der versprochene Sohn von Sara geboren werden sollte. Abraham glaubte an dieses scheinbar völlig unrealistische Versprechen. Und das Unmögliche geschah: Sara brachte Isaak zur Welt.

Jesus Christus hat versprochen, wiederzukommen, um uns in sein Reich zu führen. Er gründete die Kirche und sandte die Apostel, um die Seinen auf seine Wiederkunft vorzubereiten. Bis heute ist er noch nicht wiedergekommen. Nach menschlichem Verständnis erscheint die Erste Auferstehung völlig unrealistisch. Doch wir stehen zum Wort Gottes und vertrauen ihm. Der Stammapostel bekräftigte: «Der Herr kommt bald, um die Wiedergeborenen aus Wasser und Geist zu sich zu nehmen.»

Jahre später bat Gott Abraham, ihm Isaak, seinen geliebten Sohn, als Brandopfer darzubringen. Einmal mehr vertraute Abraham dem Wort Gottes und gehorchte. Manchmal nimmt Gott uns diejenigen, die wir am meisten lieben, oder enthält uns seinen Segen vor, den er uns zugedacht hat. In solchen Situationen ist es uns unmöglich, sein Handeln zu verstehen.

Jahrzehntelang segnete Gott die Missionsarbeit seiner Kinder. Unsere Kirche hat eine bemerkenswerte Entwicklung erfahren. Die Situation ist heute ganz anders, ohne dass wir es wirklich erklären können. In den letzten Monaten hat er uns sogar die Gottesdienste und das Heilige Abendmahl vorenthalten, obwohl er uns immer gesagt hat, dass wir das unbedingt brauchen. Wie Abraham demütigen wir uns vor Gott und vertrauen ihm weiterhin. Er fordert von uns nur eines: dass wir allein seinem Wort bis zum Ende vertrauen. Lasst uns also an unserem Glauben festhalten – wir glauben an die ewige Glückseligkeit, an Jesus Christus, sein Evangelium, die Verheissung seiner Wiederkunft sowie an seine Kirche und das Apostolat. Das Wort Gottes wird sich erfüllen.