Gemeinde-
und Bezirkssuche

Lass Dich nicht aufhalten

25.10.2020

Die Übertragung des Ämtergottesdienstes für den Bezirksapostelbereich Schweiz war aus Winterthur geplant. Corona-bedingt musste kurzfristig auf die bestehende IPTV-Infrastruktur in Zürich-Affoltern zurückgegriffen werden. So diente Bezirksapostel Jürg Zbinden den Amtsträgern und deren Partnerinnen am Sonntag, 25. Oktober 2020, aus der Neuapostolischen Kirche Zürich-Affoltern.
 
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Das Bibelwort für diesen Ämtergottesdienst war aus 1. Mose 24, Vers 56: «Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe.»

Vorgesehen war eine SAT-Übertragung dieses Gottesdienstes. Der Übertragungswagen des Bischoff-Verlages durfte jedoch nicht in die Schweiz einreisen. Dank IPTV konnte der Ämtergottesdienst trotzdem in allen Ländern des Bezirksapostelbereiches Schweiz live miterlebt werden. Dies sei ein kleines Beispiel, wodurch wir uns aufhalten lassen könnten, sagte Bezirksapostel Jürg Zbinden mit Bezug auf das Bibelwort.

Auf Gott vertrauen
Abraham gab seinem ältesten Knecht den Auftrag, eine Braut für Isaak zu suchen, sie zu bereiten und zum Bräutigam zu führen. Die Sorge des Eliesers war nicht sein Alter, nicht der lange Weg oder die Gefahren unterwegs, sondern wie er diese bestimmte Braut finden könne. Er sprach darüber mit Abraham, der ihm einen Hinweis mit auf den Weg gab: «Der Herr, der Gott des Himmels…, der wird seinen Engel vor dir her senden…» (1. Mose 24, aus 7).  

Wir haben von Gott einen Auftrag erhalten. Nicht natürliche Sorgen sollen dabei im Vordergrund stehen, sondern die Sorge um die Erfüllung des Auftrages Gott gegenüber und dass wir diesen in seinem Sinn erfüllen können, so der Bezirksapostel.

Gott mit einbeziehen
Elieser suchte die Braut in Nahor, was sinngemäss die "Zornmütige" bedeutet. Manchmal befinden wir uns in einer Umgebung in der Zorn herrscht. Das soll uns jedoch nicht aufhalten, sagte der Bezirksapostel. Er führte einige Sachverhalte an, die uns heute aufhalten könnten, denen wir uns stellen müssen:

  • Es kann der Druck sein, es allen recht machen zu wollen. In unserem Amtsauftrag müssen wir Entscheide fällen, im Bewusstsein, dass wir es nicht immer allen recht machen können.
  • Wir befinden uns manchmal in Lebensumständen, in denen wir nicht in der Lage sind zu tun, was im Sinne Gottes ist. Bei Tieren kennen wir die Angststarre. Davon können wir geistigerweise betroffen sein, wollen dies aber nicht zulassen, sondern uns auf Gott verlassen.
  • Die eigene Bequemlichkeit kann uns aufhalten. Der Lockdown hatte und hat Auswirkungen auf unsere «Komfortzone». Aus dieser heraus wieder aktiver zu werden und nach vorne zu blicken, braucht ein gewisses Mass an Anstrengung.
  • Der Fürst der Finsternis beherrscht es, unseren Blick auf Nebensächlichkeiten zu lenken, anstatt auf das Wesentliche. Er nimmt uns nichts Wesentliches weg, beschäftigt uns aber mit Nebensächlichkeiten wie Unstimmigkeiten, Streit, Ärger. Befreien wir uns davon und nutzen die Kraft aus dem Opfer Jesu Christi.
  • Müdigkeit und Motivationsverlust müssen wir aktiv entgegentreten. Beziehen wir den Herrn mit ein. Dann erleben wir sein Wirken, erhalten Kraft und Gnade zum Gelingen.

Abschliessend unterstrich der Bezirksapostel seine Predigt mit einigen Gedanken des Stammapostels Jean-Luc Schneider, die dieser kürzlich in einem Gottesdienst zum Ausdruck gebracht hatte. Er las vor:

Das Erlösungswerk wird von Christus selbst vollendet, durch die Amtsvollmacht, die er seinen Dienern anvertraut hat. In der Kirche ist es das Amt, genauer gesagt die Amtsvollmacht, die zählt, und nicht die Amtsperson:

  • Der Stammapostel und die Apostel wechseln, der Weg der Erlösung bleibt derselbe.
  • Das Heilswirken des Herrn hängt nicht von der Kompetenz seiner Diener ab. Natürlich hat die mangelnde Kompetenz eines Dieners Auswirkungen auf die Qualität seiner Predigten und auf die Organisation und Atmosphäre in seinen Gemeinden sowie auf seine Art, Konflikte zu lösen. Dieses Defizit hindert den Herrn jedoch nicht daran, die Gläubigen zu erretten!

Bedenken wir, dass die Kirche ein Vorgeschmack des kommenden Reiches sein muss. Im Himmelreich wird alles im Einklang mit dem göttlichen Willen stehen, weil Gott alles in allem sein wird (1Kor 15,28). Heute, im „Reich des Sohnes“, sind wir entschlossen, den Willen Gottes zu tun. Weder aus Eigennutz - um einen materiellen Segen zu erhalten - noch aus Angst vor Bestrafung. Wir gehorchen Gott, weil sein Geist in uns lebt und sein Wille zu unserem Willen geworden ist (Röm 6,17.18).

Gnade Gottes erfahren
In seinem Predigtbeitrag ging Apostel Philipp Burren auf das Vertrauensverhältnis zwischen Elieser und Abraham ein. Er war Diener und Botschafter und zeigte, was Wahrhaftigkeit ist. Wir möchten doch wie Elieser sein, d.h. Diener und Vertrauenspersonen, als solche wir die Wünsche des Herrn kennen und zu erfüllen suchen und uns darauf konzentrieren, was uns näher zum Ziel führt.

Wie Rebekka sind wir auf dem Weg zum Bräutigam. In uns soll ein Feuer brennen, welches bezeugt, dass wir die Braut sind und der Bräutigam bald kommt. So wie dies bei einem Brautpaar ist, das einen Monat vor der Hochzeit steht. Man merkt Braut und Bräutigam an, dass sie bald heiraten werden. 

Herr, bleib bei mir
Das vorgetragene Lied, führte Bischof Reto Keller in seinem Predigtbeitrag aus, stärkt das Bewusstsein, dass wir nicht allein auf unserer Reise sind. So wie Elieser nicht allein war. Er hatte seine Begleitung, die Engel, die im vorangingen sowie die Führung Gottes.

Durch die Gnade Jesus Christus können wir Sinn und Wesen Jesu Christi in uns aufnehmen. Auch dürfen wir immer wieder aus Gnade die Vergebung empfangen für all das, was uns nicht gelungen ist. Dadurch erhalten wir Kraft, die Hände nicht sinken zu lassen und uns von dem zu befreien, was uns von Gott trennt.   

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahles erfolgte die Feier des Heiligen Abendmahles für die Verstorbenen. Musikalisch stimmungsvoll wurde der Gottesdienst von einem Instrumentalensemble der Kirchengemeinde Winterthur umrahmt.