Gemeinde-
und Bezirkssuche

Gott schafft Perspektiven

18.10.2020

Anlässlich einer Rubinhochzeit besuchte Bezirksapostel Jürg Zbinden am Sonntag, 18. Oktober, die Gemeinde Widnau/SG. Er diente der Gemeinde mit dem Wort aus dem Propheten Jesaja, 65. Kapitel, Vers 18: "Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das was ich schaffe, denn siehe ich erschaffe Jerusalem zur Wonne und sein Volk zur Freude."
 
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Die Gemeinde wurde mit dem gesprochenen Text des Liedes «Der Heiland sorgt für dich täglich aufs neu» auf den Gottesdienst eingestimmt. Der Bezirksapostel nahm die Gedanken des Liedtextes auf und bekräftigte in seinen Ausführungen, dass wir mit einem Blick in die Vergangenheit die im Lied getroffenen Aussagen bestätigen können. Jesus begleitet jeden Einzelnen von uns in seinen Lebensumständen und sorgt für uns, wenn wir es schaffen, uns auf ihn einzulassen.

Das Wirken Jesu zeichnet sich auch darin aus, dass er auch auf diejenigen zuging, die ihm nicht gut gesonnen waren; er schloss keinen aus. Jesus brachte allen Menschen Liebe entgegen und dies als Mensch, so wie wir es sind. Er ist immer bei uns: in den schlechten wie in den guten Tagen. Mit diesem Gedanken leitete der Bezirksapostel über zum Textwort.

Dazu äusserte er folgende Kerngedanken: 

  • Wir möchten uns weniger von dem beeindrucken lassen was um uns herum geschieht, was uns ängstigen und den Boden unter den Füssen wegziehen könnte, sondern unseren Blick bewusst zu dem wenden,  was Gott Grosses tut, insbesondere auch in dieser Zeit.
  • Gott schafft jeden Tag daran, dass es uns gut gehen darf.
  • Gottes Allmacht offenbart sich in der irdischen und geistigen Schöpfung. Auch wenn die Erde da und dort beschädigt sein mag, ist sie im Kern immer noch vollkommen.
  • Wichtig ist, dass wir Gott arbeiten lassen.
  • Gottes Motivation für sein Schaffen ist immer die Liebe. Gott möchte, dass es den Menschen wohlergeht. Er, der Heiland, möchte täglich neu für uns sorgen.
  • Ein besonderer Aspekt ist, dass Gott seine Liebe nicht zurückfordert. Er möchte uns seine Liebe einfach schenken.
  • Auch wir können mit dieser göttlichen Liebe, die er in unser Herz ausgegossen hat, arbeiten.
  • Auf die Frage was Gott in der heutigen Zeit schafft, gab der Bezirksapostel u.a. folgende Antworten:
    • Gott hat einen Erlösungsplan geschaffen und er hält an diesem fest.
    • Gott wirbt um jeden einzelnen Menschen.
    • Gott bietet seine Gnade an, damit die Menschen zu ihm, in seine Gemeinschaft zurückkehren können. Er möchte die Nähe, die verloren gegangen ist, wiederherstellen.
    • Dem himmlischen Vater ist es wichtig, dass alles freiwillig erfolgt. Wir haben den freien Willen und können jederzeit entscheiden, ob wir seine Liebe, sein Heil annehmen.
    • Unsere Nähe zu Gott ist möglich durch die in uns geschaffene neue Kreatur. Diese ist begründet durch die Wiedergeburt durch Wasser und Geist. Sie ist somit gleichzeitig Ausgangspunkt für Entwicklung. Sündenvergebung schafft zudem Nähe zu Gott.
    • Gott wünscht sich Entwicklung, Fortbildung. Er möchte, dass die neue Kreatur in unserem Handeln und Denken sichtbar wird. Wenn wir es zulassen, kann er durch uns und an uns wirken.
    • Gott schafft durch sein Wort. Mit Worten hat er die irdische und geistige Schöpfung geschaffen.
    • Gott hat in uns den Glauben geschaffen, den wir für den Segen benötigen. Der Glaube ist der Zugang zu allem Göttlichen. Schon Jesus hat in seinem Wunderwirken darauf hingewiesen: Dein Glaube hat dir geholfen.
    • Gott stärkt unseren Glauben in der Predigt, durch die Begegnung mit ihm.
    • Sein Wort kann Frieden, innere Ruhe, Zuversicht und innere Gelassenheit in uns schaffen.
    • Gott schafft neue Perspektiven, da er der Schöpfer des neuen Himmels und der neuen Erde sein wird. Er schafft ein neues Jerusalem.
    • In der Zusammenarbeit mit Gott kann Vertrauen entstehen.
    • Gott schafft nachhaltigen Trost, da dieser in die Zukunft wirkt.
    • Wenn wir es zulassen, kann Gott Versöhnung schaffen, die uns Kraft schenkt, damit wir auch untereinander versöhnlich sein können.
    • Gott schafft Erkenntnis über seine Gedanken.
    • Gott kann in uns ein reines Herz schaffen. Dies ist möglich, indem er uns Gnade schenkt.
    • Gott schenkt uns Reinigung, Freiheit in Christus, Kraft in der Sündenvergebung, im heiligen Abendmahl. Hierin schenkt sich Jesus uns in seinem Wesen.
  • Nicht nur Gott, das Gute, sondern auch das Ungute, das Böse schafft (in uns) und zwar durch Zweifel, Unsicherheit, Gottentfremdung, Unfriede, Angst, Gedanken der Mutlosigkeit.
  • Der Bezirksapostel gab der Gemeinde den Rat, dem Schaffen des Bösen keinen Boden zu geben, ihn zu ignorieren und stattdessen dem Guten Raum zu geben.
  • Gott ruft uns auf, an unserer eigenen Seelenwürdigkeit zu schaffen, bereit zu sein für das Kommen des Herrn, ein Segen für das Nächste, Friedens- und Freudenboten, Brückenbauer zum Herzen des Nächsten zu sein und Gräben zuzuschütten.
  • Weiter riet er den Geschwistern, sich über das neue Jerusalem zu informieren, sich faszinieren zu lassen und sich von diesem schönen Gedanken im Leben leiten zu lassen. Dies biete uns eine Zukunftsperspektive, die Dankbarkeit und Freunde auslösen könne.

Bischof Reto Keller brachte in seinem Predigtbeitrag zum Ausdruck, wie sehr er die Stärkung durch den Gottesdienst benötigt habe. Insbesondere in den Herausforderungen der heutigen Zeit wäre es so wertvoll, Gedanken, die sich mit unserer Zukunft, mit der ganzen Allmacht Gottes beschäftigen, vor Augen geführt zu bekommen. Er verwies auf Psalm 145 in dem zum Ausdruck kommt, dass Gott uns immer das schenkt, was wir zeitgemäss benötigen. Gottes Kraft lässt sich durch irdische Umstände nicht irritieren, sondern wirkt in ihrer ganzen Macht. Der Bischof zeigte auf, dass es Gottes Prinzip ist, alles neu zu machen - bereits in der heutigen Zeit, indem er uns neue Freude, neuen Mut, neue Sicherheit, neuen Gemeinschaftssinn, unendliche Liebe schenkt. Wenn wir daran glauben, dann können wir ohne Sorgen unseren Weg ziehen und der Freude eine Chance geben. Dies gemäss den Worten von Habakuk: ICH will mich freuen! ICH will fröhlich sein! Dazu braucht es das persönliche Engagement.

Im Anschluss an den Predigtteil spendete der Bezirksapostel den Segen für das Rubin-Hochzeitspaar.

Der Gottesdienst klang aus mit dem Lied "Ich singe dir mit Herz und Mund", welches in wunderbarer Weise die Gedanken des Gottesdienstes umfasste und so einen stimmungsvollen Abschluss setzte.