Gemeinde-
und Bezirkssuche

Von der Entschiedenheit Jesu lernen

10.04.2020

Bereits seit fünf Wochen werden am Sonntag Gottesdienste angeboten, die via Internet und Telefon live übertragen werden. An Karfreitag, 10. April 2020, konnten die Glaubensgeschwister aus der deutschsprachigen Schweiz erneut einen Wortgottesdienst aus der Neuapostolischen Kirche in Bern-Ostermundigen empfangen, gehalten von Bischof Thomas Wihler. Er diente mit dem Bibelwort aus Johannes 10,17.18.

 
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Im Zentrum des Geschehens von Karfreitag steht Jesus Christus. Er war nicht nur Opfer von Ungerechtigkeit und Bosheit, sondern nahm das Leiden und Sterben zum Heil der Sünder freiwillig auf sich. Dies kam in der Bibellesung aus Markus 15,22-39 zu Beginn des Wortgottesdienstes eindrucksvoll zum Ausdruck. In einer kurzen Zusammenfassung wurde aufgezeigt, was Jesus durchlebt hatte. Wir werden uns bewusst, dass Jesus starke Kräfte gegen sich hatte, er vieles über sich ergehen lassen musste, sagte Bischof Wihler. Für seine Feinde war dies ein Moment des Triumphes, denn es war ihnen gelungen, die Menschen, die Jesus am Palmsonntag begeistert zugejubelt hatten, gegen ihn aufzubringen und ihn zum Schweigen zu bringen.


Betrachten wir die andere Seite und fühlen wir uns in die Jünger hinein, die mit ihm den Weg gegangen, ihm nachgefolgt sind. Sie hatten die Predigten Jesu vor tausenden von Menschen erlebt und auch seine Wunder und seine Liebe. Und nun sagte Jesus nichts mehr, liess alles über sich ergehen. Gott im Himmel griff auch nicht ein. Für die Jünger muss dies ein schlimmes Gefühl gewesen sein.


„Es ist vollbracht“
Die Gefühle der Jünger können wir nachvollziehen. Wir wünschen uns, dass sich die Welt zu Jesus Christus und zum Evangelium bekennt, auch dass wir uns im Gottesdienst wieder begegnen, Gemeinschaft haben können. Einiges ist aufgrund der aktuellen Situation anders, als wir es uns gewohnt sind. Da können Karfreitagsgedanken aufkommen.


Doch lasst uns den Blick auf den Moment werfen, bevor Jesus verschied, wo er sprach: „Es ist vollbracht!“. Das zeigt eine ganz andere Perspektive, so der Bischof. Jesus hatte seinen Auftrag bis zum Ende vollbracht. Er hatte sich nicht vom Bösen bezwingen lassen, sondern bis zum Ende den Willen Gottes erfüllt. Möglich war dies, weil er mit seinem Vater immer eins geblieben war. Das war seine Entscheidung. Deshalb konnte Jesus im letzten Augenblick am Kreuz diese kraftvollen Worte aussprechen. Das Gute hatte gesiegt. Nicht nur damals, sondern auch heute, und so wird es auch in Ewigkeit bleiben. Das gibt Kraft und Sicherheit. Diesen Blickpunkt des Karfreitags wollen wir sehen – Jesus Christus siegte am Kreuz.


Jesus geht den Weg mit Dir
Von seinem Vater erhielt der Sohn Gottes den Auftrag, zu den Menschen hinzugehen und ihnen die Liebe Gottes zu beweisen. Jesus ist auf der Seite der Menschen, hat mit ihnen alles durchgemacht, was das Leben mit sich bringt. Er erlebte, was es bedeutet, versucht zu werden und zu widerstehen. Er litt mit ihnen, wenn sie von Freunden angelogen oder verlassen wurden oder den Verlust von Menschen ertragen mussten. Jesus war sich nicht zu schade, die Menschen bis in den Tod zu begleiten: „Ich weiss, dass alle Menschen sterben müssen, deshalb werde ich auch sterben“.


Jesus kennt unsere Gefühle, versteht, was es bedeutet, Mensch zu sein, einen lieben Menschen abgeben zu müssen, von anderen enttäuscht zu werden. Aber das Grosse ist, er hat nie aufgegeben, er hat den Menschen seine Liebe geschenkt. Er ist mit uns und geht jeden Weg mit uns. Sein Sieg ist endgültig, wir dürfen ihn auch heute noch geniessen.


Lasst uns von der Entschiedenheit Jesu Christi lernen. Wir haben uns entschieden, das Glaubensziel zu erreichen, uns nach dem Evangelium auszurichten, das Böse zu überwinden, damit die neue Kreatur, die Gott in uns hineingelegt hat, heranwächst und wir uns zum Ebenbild Jesu entwickeln. Wir haben uns entschieden, für Jesus Christus zu leben, so dass die Menschen um uns herum die Liebe Gottes erfahren.


„Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe“
Wenn wir Jesus ins Zentrum stellen, uns nach ihm ausrichten, haben wir eine sichere Zukunft vor uns. Wir könnten denken: Er war ja vollkommen, deshalb konnte er so handeln - sagte Hirte Marco Reinhard in seinem Predigtbeitrag - und ging auf die Begebenheit im Garten Gethsemane ein. Aber Jesus musste kämpfen, um eins zu sein mit seinem Vater. Er betete mehrmals, bis der Engel kam und ihn stärkte: „Mein Vater, ist‘s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!“ (Mt 26,39). Wir erhalten von Gott, was wir brauchen, müssen aber auch darum kämpfen, an dem zu bleiben, wofür wir uns entschieden haben ­– Christus nachzufolgen.