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Liebe in Gedanken, Wort und Tat

24.05.2020

In der Neuapostolischen Kirche in St. Gallen fand am Sonntag, 24. Mai 2020, ein Wortgottesdienst statt, der via IPTV und Telefon live in die deutschsprachige Schweiz übertragen wurde. Bischof Reto Keller diente mit dem Bibelwort aus 1. Korinther 16, 13.14: „Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark. Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen.“

 
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Das Lied „Halleluja, schöner Morgen“, gespielt vom Organisten nach dem Vorlesen des Bibelwortes, stimmte auf diesen Sonntagmorgen ein, an welchem wieder ein Gottesdienst, wenn auch in besonderer Form, erlebt werden konnte. In diesem Lied stehen die Worte: „Schöner Morgen, schöner als man denken mag. Heute fühl ich keine Sorgen.“ Vielleicht sind wir heute Morgen mit Ängsten, Sorgen, Enttäuschungen aufgestanden. Dem Herrn ist alles bekannt, so Bischof Reto Keller. Weiter sagte er: „Ich wünsche uns allen, dass wir keine Sorgen fühlen, dass diese in den Hintergrund treten mögen und dass wir aus den Kummerhöhlen, die in diesem Lied erwähnt sind, hinaustreten und erkennen können, was Gott uns in seiner Liebe und Gnade schenkt. So können wir auch in dieser schwierigen Zeit gestärkt aus dem Gottesdienst in unseren Alltag zurückkehren.“  


Wachsam sein
Es gibt ein bekanntes Lied wo es heisst: „Die Gedanken sind frei. Wer kann sie erraten?“ Unsere Gedanken sind nicht ganz so frei, denn Gott kennt jeden einzelnen unserer Gedanken. Jeder Mensch darf aber denken, was er will. Vieles, nicht nur Gutes, beginnt in unseren Gedanken. Aus Gedanken werden Worte und Taten. Deshalb empfiehlt es sich, stets aufmerksam zu sein und über unsere Gedanken zu wachen.


Gedanken machen wir uns auch über unseren persönlichen Glauben, über die Anfechtungen, über diejenigen, die  Macht über uns haben möchten. Es könnte auch der Gedanke aufkommen: „Ich bin nichts, ich kann nichts.“ Das ist nicht im Sinne Gottes. Für ihn ist eine jede Seele unendlich viel wert, und es gilt auch der Rat aus Sirach 30.22, dass wir uns nicht mit unseren eigenen Gedanken betrüben sollen. Wir wollen darauf achten, was wir unseren Seelen zumuten. So, wie es Paulus den Thessalonichern geschrieben hatte: „Prüfet aber alles, und das Gute behaltet.“ Dazu haben wir von Gott ein wunderbares Werkzeug erhalten – die Gabe des Heiligen Geistes.


Glauben behalten
Vor der Himmelfahrt hat der Sohn Gottes den Jüngern einen Auftrag gegeben: „Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ (Matth. 28, 19.20). Dieser Auftrag gilt heute noch und gilt bis zur Wiederkunft Jesu Christi. Und er hat den Tröster in Aussicht gestellt, der an Pfingsten ausgegossen und uns auch heute gegeben ist, den Heiligen Geist (Joh. 14,26). Deshalb glauben wir an den Heiligen Geist und daran, dass Gott uns jederzeit hört, dass wir unter Gottes starker, führender Hand bleiben, glauben auch an das Gute im Leben und daran, dass wir dem Schwierigen, Unguten widerstehen können.   


Mutig und stark sein
Lebensmut und Lebensfreude sind zwei Eigenschaften, die alle benötigen. Manchmal wird das schwierig. Dann können wir das heutige Bibelwort als Mut- und Kraftquelle hinzuziehen. Es hilft uns, nach vorne zu schauen, in welcher Lebenssituation wir uns auch befinden. Der Wunsch, selbst, bei allen Mühen guten Mutes zu sein, ist eine Gabe Gottes (siehe Prediger 3, aus 13). 


Auf die Hilfe und den Beistand Gottes können wir immer vertrauen. Nur übermütig werden, uns bewusst Gefahren aussetzen und seinen Beistand herausfordern, sollten wir nicht. Denn wir müssen unseren Beitrag leisten und für unsere Worte und Taten die Verantwortung übernehmen.


Dann und wann betreten wir „Neuland“, müssen uns veränderten Situationen stellen, benötigen Mut um neue Gedanken zuzulassen, zu vergeben oder auf einen Nächsten zuzugehen. Es wird uns gelingen, wenn wir es wie Kaleb und Josua halten, die auf die Hilfe Gottes vertrauten und mit seiner Hilfe Kanaan einnehmen konnten. Der Bischof bezog sich auf die beiden Kundschafter und sagte: „Lasst uns starke Persönlichkeiten sein. Stark darin, für das Gute zu kämpfen, stark in der Tragfähigkeit, in der Vergebungskraft und in der Geduld“.


Dienen aus Liebe
Die Liebe zum Herrn, zum Nächsten und zu sich selber ist wichtig. Wenn wir eine Aufgabe gerne oder aus Berufung tun, fällt sie uns viel leichter. So ist es auch beim Dienen im Werk des Herrn. Dienen wir aus Liebe, entsteht viel Gutes. Fehlt die Liebe, zerfällt das Gute - sei es in einer Beziehung, in der Arbeit, in der Gemeinde. Achten wir auf unsere Worte und Taten und fragen uns auch dann und wann: Wie viel Liebe war in deinen letzten Gedanken, in deinen letzten Worten, in deinen letzten Taten?


Paulus war besorgt darüber, ob die Gemeinde den Glauben behalten und das Ziel erreichen kann, so Hirte Lucio Minosi in seinem Predigtbeitrag. Gott macht sich auch da und dort Sorgen um uns. Er hilft uns auch immer wieder, dass wir den Glauben behalten und das Wort richtig verstehen können. Das Wort für den heutigen Gottesdienst ist kein Befehl, aber ein Aufruf zur Wachsamkeit, der sich in der Heiligen Schrift öfters findet: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet, denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist…“.  Fest im Glauben stehen, bedeutet zudem, verwurzelt zu sein in Jesu. Richten wir uns auf ihn aus, treffen wir unsere Entscheidungen mit ihm. So sind wir mit ihm verbunden und erleben ihn. Das ist eine grosse Kraft. 


Mitteilungen
Der Bundesrat hat entschieden, dass in der Schweiz ab 28. Mai 2020 wieder Gottesdienste stattfinden dürfen. Dies unter Einhaltung eines Schutzkonzeptes. Die Wiedereinführung der Gottesdienste erfordert von den Verantwortlichen in den Bezirken und Gemeinden einige Planungs- und Vorbereitungsarbeiten. Wir überstürzen nichts und wollen das in der nötigen Ruhe angehen. Die Kirchenleitung hat entschieden, dass wir an der bisherigen Planung festhalten und die Gemeindegottesdienste am Sonntag, 14. Juni 2020, wieder aufnehmen. Unser bereits erarbeitetes Schutzkonzept werden wir in den nächsten Tagen aufgrund neuster Empfehlungen des BAG ganz leicht anpassen und publizieren.


Am nächsten Sonntag hält Stammapostel Jean-Luc Schneider um 10:00 Uhr den Pfingstgottesdienst. Dieser wird soweit möglich weltweit übertragen. Der Stammapostel dient in englischer Sprache; dies wird in Deutsch und dann in viele weitere Sprachen übersetzt. In der Schweiz erfolgt der Empfang erneut über unsere bekannten IPTV-Kanäle oder per Telefonanschluss.


Am Sonntag, 7. Juni 2020, um 09:30 Uhr hält Bezirksapostel Jürg Zbinden einen weiteren IPTV-Gottesdienst, der per Internet und Telefon in den ganzen Bezirksapostelbereich übertragen wird.


Auch nach Wiedereinführung der Gemeindegottesdienste am 14. Juni werden wir weiterhin jeden Sonntag um 09:30 Uhr Gottesdienste in Deutsch, Französisch und Italienisch per IPTV anbieten. Für Geschwister, die per Telefon angeschlossen sind, erfolgen ab dann die Telefonübertragungen wieder aus der eigenen Gemeinde.